EINE ZEIT DER GEBURT INS LICHT

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Dieses Bild ist auch als Kunstdruck erhältlich. Alle Kunstdrucke sind gedruckt auf archivfestem Büttenpapier mit pigmentierten Tinten, rückseitig handsigniert und datiert mit Künstlerstempel.

EINE ZEIT DER GEBURT INS LICHT
Original-Ölbild 100 x 120 cm, 2022, Ölfarbe, irisierende Acrylfarbe, Walnuss-Sud auf Leinwand

Das Unikat ist auf der Rückseite datiert und signiert. Verpackung und Versand (Inland) mit Sendungsverfolgung pauschal 50 € oder kostenlos bei Abholung im Atelier. Bei Kauf dieses Werkes schenke ich dir ein mit Goldstift signiertes Leporello deiner Wahl.

Hattest du schon einmal eine Zeit der Geburt ins Licht?
Vielleicht die Geburt einer Erkenntnis, die zwar mit Schmerzen verbunden war, sich aber rückblickend als notwendig und gut für deine Entwicklung zeigte?

Beim Malen dieses Werks ließ ich mich von der Gewissheit leiten, dass alle Wesen in unserer Zeit eine Transformation durchleben – hin zu mehr Bewusstsein und mehr Licht.

So wurde malerisch ein Wesen geboren, das zugleich Menschliches und Mystisches vereint. Mit einem Fischschwanz (Wasser, das Archaische, das Tiefe, das Unbewusste) und einem Brustkorb, der sich in flügelartige Strukturen auflöst (Luft), sitzt es versunken auf einem abstrahierten Berg (Erde). Beides erweitert sich malerisch in den Raum (Äther). Licht dehnt sich aus (Feuer, Bewusstsein, Aufstieg, Geist).

Durch schnelle, runde Pinselstriche – intuitiv mal diagonal, mal gekreuzt gesetzt – entstanden abstrakte Flächen, die gleichzeitig Strukturen wie Blätter, Flügel und schließlich den Fischschwanz hervorbrachten. Selbst der Berg wird Teil dieses dynamischen Farbstrudels, der sich nach oben hin zunehmend auflöst. In der oberen Bildmitte habe ich die gelb-orange-blauen Schwünge mit stark verdünnter weißer Ölfarbe abgetönt, um dort die größte Helligkeit und ein Zentrum des Lichts zu schaffen.

Übrigens besitzen menschliche Embryonen in der 5. bis 6. Schwangerschaftswoche tatsächlich einen Schwanzfortsatz mit etwa 10 Wirbelanlagen, die zum Steißbein, dem untersten Ende der menschlichen Wirbelsäule verschmelzen. Ebenso entwickeln sich bei alle Wirbeltierembryonen – also auch bei Menschen – Schlundbögen (Kiemenbögen) im Halsbereich. Bei Fischen entwickeln sich daraus Kiemen. Beim Menschen verwandeln sich diese Strukturen jedoch in Teile des Kiefers, des Mittelohrs und des Halses.

In einer frühen Embryonalphase ähneln sich die Embryonen von Fischen, Vögeln und Menschen sehr, da sie gemeinsame evolutionäre Wurzeln haben. Die frühere Annahme, dass die Embryonalentwicklung die Evolution im Schnelldurchlauf wiederholt, gilt heute jedoch als überholt.

Mich berührt daran, dass wir in unserer frühesten Form noch so nah beieinander sind. Dass Differenz erst später entsteht. Mein Wesen mit Fischschwanz und Flügeln ist sozusagen ein Bild für Ursprung. Für noch-nicht-getrennt. Oder … für wieder-vereint im jungianischen Sinne: Integration des Unbewussten ins Bewusste. Kein regressiver Ozean, sondern ein durchlichtetes Meer.