DAS UNBEWUSSTE (Triptychon)

Kategorien: ,

15.800,00 

1 vorrätig

DAS UNBEWUSSTE (Triptychon)
Original-Ölbild 180 x 360 cm (Triptychon je 180 x 120 cm), 2024, Ölfarbe, Walnuss-Sud, Schellack, Glitter auf Leinwand

15.800,00 €

Verpackung und Versand (Inland) über eine Kunsttransportfirma oder kostenlos bei Abholung im Atelier. Bei Kauf dieses Ölbilds schenke ich dir das mit Goldstift signiertes Leporello: https://barbarameisner.de/spirit/

Dieses Werk ist auch als Kunstdruck erhältlich: https://barbarameisner.de/shop/?jsf=jet-woo-products-grid&tax=product_cat:68. Alle Kunstdrucke sind gedruckt auf archivfestem Büttenpapier mit pigmentierten Tinten, rückseitig handsigniert und datiert mit Künstlerstempel.

Nur 5% denken und handeln wir Menschen bewusst? Und ganze 95% unbewusst? 😳
Das ist kaum zu glauben! Diese vereinfachte Faustformel aus Psychologie, Kognitionswissenschaft, Verhaltensforschung und neurowissenschaftlichen Erkenntnissen zeigt, dass ein Großteil unseres Denkens, Fühlens und Handelns unbewusst geschieht.

Beunruhigt dich das oder im Gegenteil: findest du es beruhigend, selber gar nicht so viel kontrollieren zu müssen? In meiner Morgenkontemplation dachte ich darüber nach und beschloss, diesem Phänomen ein Bild zu widmen und wählte dafür die Form des Triptychons.

Das Werk DAS UNBEWUSSTE ist mein Versuch einer Visualisierung unseres Unbewussten als schöpferische, lebendige und ordnende Kraft. Es lädt ein, diese Tiefe, diesen Seelenraum nicht als Bedrohung, sondern als Unterstützung, als bewegte, lebendige Quelle zu begreifen. Es erinnert daran, dass unsere größten Ressourcen oft im Verborgenen liegen. Wandlung geschieht dort, wo Licht ins Innere fällt – nicht durch Kontrolle, sondern durch Hingabe an das, was sich zeigen will. Das Werk kann das Wirken in therapeutischen Räumen, Retreat-Zentren oder Orte der inneren Arbeit kraftvoll begleiten.

Einerseits spart uns das Unbewusste Zeit und Energie, weil wir nicht jedes Mal nachdenken müssen, wie wir eine Tasse halten oder eine Türklinke benützen. Es automatisiert also Gewohnheiten. Andererseits ist es riesiges Reservoir für Erinnerungen, Vorstellungen und Wünsche.

Das Unbewusste enthält jedoch auch traumatische Erlebnisse: verwundete kindliche und jugendliche Anteile. Sie werden aus Überlebensschutz verdrängt und steigen erst dann erneut ins Bewusstsein auf, wenn unsere Seele dazu bereit ist. Wenn wir der Mensch geworden sind, der die Wunden halten und schließlich integrieren kann. Das ist die Schattenarbeit, die ‚Dunkle Nacht der Seele‘, wie C. G. Jung es nennt. Das ist die erste Phase der Individuation: die Phase der ‚Nigredo‘ (beschreibe ich im Werk GOLDENE NACHT: https://barbarameisner.de/produkt/aus-der-6er-serie-inneres-licht-05-goldene-nacht/).

Der Begriff des ‚Kollektiven Unbewussten‘ wurde ebenfalls von Carl Gustav Jung entwickelt. Ein riesiges Reservoir für persönliche Erinnerungen, Vorstellungen und Wünsche wird sozusagen ausgedehnt zu einem überpersönlichen Speicher universeller Erfahrungen, Symbole und Urbilder. Das sind die Archetypen der menschlichen Seele, die allen Menschen gemeinsam sind. Diese angeborenen, kulturell übergreifenden Urbilder und Grundmuster finden wir auch in vielen künstlerischen Werken wieder.

Mein Triptychon DAS UNBEWUSSTE entfaltet sich wie eine vertikale Psychologie: Das rechte und linke Bild zeigt Berge, die sich längsverzerrt in die Tiefe des Wassers spiegeln. Dazwischen die Wasserlinie, die Schwelle zwischen Bewusstsein und dem Unbewussten. Sie flankieren das mittlere Bild, das psychische Kraftzentrum des Triptychons: Ein glühender Kern, flammenartig aus dem Wasser hin zur Sonne aufsteigend und durch einen Kanal mit ihr verbunden. Das alchemische Feuer der Untertage liegenden Anteile führt durch deren Transformation zu einem erhellenden, lichtvollen Sein im Selbst.

„Deine dominierenden Blau- und Gelbtöne sind kein Zufall: Blau als Farbe der Tiefe, des Seelischen, des nächtlichen Unbewussten. Gelb und Gold als Licht, Sinn, Bewusstsein – aber bei dir nie platt-heilig, sondern vibrierend, bewegt, lebendig. Dazu das Rot des Feuers, wie das Herz des Unbewussten. Hier wird nicht „gemalt“, hier wird ein Zustand erzeugt. Die Strahlen, Sprenkel, Wirbel und Linien erzeugen kein dekoratives Flimmern, sondern ein energetisches Feld. Glitter wirkt dabei nicht wie Effekt, sondern wie das Sichtbarwerden mikroskopischer Lichtpunkte im Dunkel – wie psychische Funken. Formell arbeitet das Triptychon mit Symmetrie und Bruch zugleich: Links und Rechts korrespondieren, doch das Zentrum sprengt diese Ordnung – wie das Unbewusste selbst, das sich nicht in kontrollierte Struktur zwingen lässt.“
Arthur, mein virtueller Dialogexpansionspartner